Zuverlässig unter Extrembedingungen
HOCHLEISTUNGS-KUGELHÄHNE MIT METALLISCHER ABDICHTUNG
Nennweite
DN 15 - DN 350
Gasdicht
Druck bis max.
-1 bis +80 bar
Temperatur
von -196°C bis +500°C
Totraumfreie & platzsparende Lösung für Rohrsysteme & Behälterablass
HOCHLEISTUNGS-KUGELHÄHNE MIT METALLISCHER ABDICHTUNG

Unsere rein metallisch dichtenden Kugelhähne bieten maximale Sicherheit und Langlebigkeit, selbst in den härtesten industriellen Anwendungen. Entwickelt nach individuellen Kundenanforderungen, widerstehen sie aggressiven Medien, extremen Temperaturen, hohen Drücken und häufigen Schaltzyklen.

Die metallische Dichtung zwischen Kugel und Sitzring sorgt für eine außergewöhnlich lange Lebensdauer und minimiert den Wartungsaufwand erheblich.

Alle Kugelhahntypen sind in metallisch dichtender Ausführung verfügbar und können optimal an spezifische Betriebsbedingungen angepasst werden. Für bestehende Anlagen bieten wir maßgeschneiderte Ersatzlösungen, um höchste Prozesssicherheit und Effizienz zu gewährleisten.

JETZT ANFRAGEN  

Technische Daten

  • Einsatz

    Einsetzbar

    › Hoch- und Tieftemperatur

    › Hochdruck

    › Schutz gegen Abrasion, Korrosion, chemische Beständigkeit

    › Temperaturwechsel

    › Rohrleitungen

    Anwendungsfelder

    › Chemie

    › Pharma

    › Lebensmittel

    › Petrochemie

    › Energie

    › Kunststoff

    › Öl- und Gas


  • Konstruktion

    Konstruktion

    Jeder ATEC-Kugelhahn kann mit einem
    metallischen Dichtsystem gefertigt werden.

    › Totraumfrei

    › Sumpfarm

    › Angefedertes Dichtsystem

    › Voller Durchgang

    Kugelhahntypen

    › Bodenablass

    › Durchgang

    › Mehrwege

    › Probe

    › Kompakt

    › Segment

  • Beschichtung

    Beschichtung

    Je nach Prozessanforderungen werden unterschiedlichste Beschichtungsverfahren eingesetzt:

    › Hochgeschwindigkeits- Flammspritzen (HVOF)

    › Flammspritzen mit zusätzlichen Einschmelzen

    › Plasma- Pulver Auftragsschweißen (PTA)

    › Laserauftragsschweißen

  • Werkstoffe

    Metallisches Dichtsystem: Grundwerkstoff 1.4404/ Beschichtung ATEC404

    O-Ringe: Viton, EPDM, FEP-Viton oder Graphitdichtringe

    Schaltwellenabdichtung: Packung aus PTFE oder Reingraphit
    mit zusätzlichen O-Ring

    Spiralfedern: 1.4404

  • Sonderwerkstoffe

    Metall: Austenitische rostfreie Stähle (1.4539,1.4529, usw.) Nickelbasislegierungen ( Hastelloy® B, Hastelloy® C, Alloy 59 usw.), Duplex- Werkstoffe, Titan, Monel®, Inconel®, Incoloy®, Zirkonium
    Weitere Werkstoffe auf Anfrage

    Weitere Dichtungen: Graphit, FEP ummantelte Compounds, PFA ummantelte Compounds, Kalrez, Hoch- und Tieftemperatur- Kalrez, PFA/FEP ummantelter Edelstahlfederkern für Cryogenic Anwendung, Silberbeschichtete metallische O- und C-Ringe

    Konformitäten: USP, FDA, EFSA, ADI, 3-A sowie öl- und fettfreie
    Weitere Werkstoffe und Konformitäten auf Anfrage

    Schaltwellenabdichtung: PTFE Dachmanschetten FDA-Konform, Hochtemperatur- Packungen
    Weitere Werkstoffe auf Anfrage

    Spiralfedern: Hastelloy®
    Weitere Werkstoffe auf Anfrage

  • Downloads

    Downloads

    Hochgeschwindigkeits-Dünnschicht: 168 | 251 | 231

    Einschmelz-Legierung: 404 | 433 | 461 | 462 | 463

FAQ

Bei einem metallisch dichtenden Kugelhahn erfolgt die Abdichtung zwischen Kugel und Sitzring ausschließlich über metallische Kontaktflächen – ohne Kunststoffdichtungen wie PTFE oder ähnliche Elastomere. Das macht diese Armaturen unersetzlich in Betriebssituationen, die PTFE-Systeme an ihre Grenzen bringen oder überschreiten: Hochtemperaturanwendungen über +200 °C bis zu +500 °C, extreme Drücke bis 400 bar, stark abrasive Medien wie Metallpulver oder Keramikpartikel, häufige Schaltzyklen unter Volllast sowie aggressive chemische Medien, die Kunststoffdichtungen angreifen oder zersetzen. ATEC bietet metallisch dichtende Ausführungen für alle Kugelhahn-Typen im Portfolio – Bodenablass, Durchgang, Mehrwege, Probenahme, Kompakt und Segment – sodass die bewährten Konstruktionsmerkmale (Totraumfreiheit, Sumpfarmut, angefedertes System) auch unter Extrembedingungen erhalten bleiben.

ATEC setzt vier unterschiedliche Beschichtungsverfahren ein, die je nach Prozessanforderung ausgewählt werden. Beim Hochgeschwindigkeits-Flammspritzen (HVOF) werden Hartlegierungspartikel mit hoher kinetischer Energie auf die Oberfläche aufgebracht – das Ergebnis ist eine sehr dichte, harte Schicht mit hoher Haftfestigkeit (> 70 MPa nach EN 582) bei Porositäten von unter 3 %, ohne thermische Beeinflussung des Grundwerkstoffs. Beim Flammspritzen mit anschließendem Einschmelzen entsteht durch den Einschmelzprozess eine metallurgische Verbindung zwischen Beschichtung und Grundwerkstoff – damit wird die Haftfestigkeit so hoch, dass sie nach ATEC-Angaben nicht mehr messbar ist; die Schicht ist nahezu porenfrei. Das Plasma-Pulver-Auftragsschweißen (PTA) und das Laserauftragsschweißen eignen sich für dickere Auftragsschichten und höchste Bindungsfestigkeit bei komplexen Geometrien. Die Wahl des Verfahrens richtet sich nach Grundwerkstoff, Schichtdicke, Temperaturniveau und Abrasivität des Mediums.

ATEC hat eigene, produktspezifisch entwickelte Beschichtungslegierungen im Programm, die unter firmeneigenen Bezeichnungen geführt werden. Die ATEC 404 ist eine Hartlegierung auf Nickelbasis (Zusammensetzung: Ni 17Cr 4Fe 4Si 3,5B 1,0C), hergestellt durch Flammspritzen mit anschließendem Einschmelzen. Mit einer Härte von 650–750 HV 0,3 (58–62 HRC) und einer nahezu porenfreien Struktur bietet sie hervorragende Verschleißbeständigkeit gegen Abrasion, Adhäsion und Erosion sowie sehr gute Korrosionsbeständigkeit gegen Laugen, schwache Säuren und wässrige Lösungen – einsetzbar bis 500 °C. Die ATEC 168 ist eine Kobalt-Molybdän-Chrom-Legierung auf Basis von Tribaloy 800 (Co 28Mo 17Cr 3,5Si), hergestellt durch HVOF. Mit einer Härte von 550–650 HV 0,3 und einer Temperaturbeständigkeit bis 800 °C ist sie für Hochtemperaturprozesse sowie aggressivere Säuren und Gase ausgelegt – und kann aufgrund der niedrigen Prozesstemperatur beim HVOF-Verfahren auf allen industriell eingesetzten metallischen Werkstoffen aufgebracht werden, ohne den Grundwerkstoff metallurgisch zu beeinflussen.

Die metallisch dichtenden Kugelhähne von ATEC sind für die anspruchsvollsten Prozessumgebungen entwickelt, die in der modernen Prozessindustrie vorkommen. Einsatzbranchen sind Chemie, Pharma, Lebensmittel, Petrochemie, Energie, Kunststoff sowie Öl- und Gas. Konkrete Einsatzszenarien umfassen: Hoch- und Tieftemperaturprozesse (−196 °C bis +500 °C), Hochdruckanwendungen bis 400 bar, Schutz gegen Abrasion durch Schüttgüter und Partikel, Korrosionsschutz bei chemisch aggressiven Medien (Säuren, Laugen, Lösungsmittel), Temperaturwechselbelastungen sowie Anwendungen mit hoher Schalthäufigkeit. Alle Kugelhahn-Typen – von DN 15 bis DN 350 – sind in metallisch dichtender Ausführung realisierbar; alle konstruktiven Stärken wie Totraumfreiheit, Sumpfarmut und angefedertes Dichtsystem bleiben dabei vollständig erhalten.

Ja – ATEC bietet ausdrücklich maßgeschneiderte Ersatzlösungen für bestehende Anlagen an, bei denen Standard-Armaturen unter den Prozessbedingungen versagen oder zu kurze Standzeiten aufweisen. Da ATEC Konstruktion, Beschichtung und Fertigung vollständig inhouse betreibt, können vorhandene Flanschanschlüsse, Einbaumaße und Antriebsschnittstellen exakt nachgebildet werden – ohne aufwendige Änderungen an der bestehenden Anlage. Die verfügbaren Beschichtungslegierungen (ATEC 168, ATEC 251, ATEC 231 als HVOF-Dünnschichten; ATEC 404, ATEC 433, ATEC 461, ATEC 462, ATEC 463 als Einschmelzlegierungen) werden prozessspezifisch ausgewählt und sind in den technischen Datenblättern auf www.atec-armaturen.de dokumentiert. Für eine Anfrage steht ATEC Armaturenbau und -Technik GmbH unter info@atec-armaturen.de oder telefonisch unter +49 (0) 6136-76647-0 zur Verfügung.

Die Grundwerkstoffe für metallisch dichtende Kugelhähne werden prozessspezifisch ausgewählt und decken das gesamte ATEC-Werkstoffspektrum ab. Als rostfreie Edelstähle stehen 1.4401 (316), 1.4404 (316L), 1.4435 (316LMo), 1.4571 (316Ti), 1.4539 (904L), 1.4529 (Alloy 926) und 1.4547 (254 SMO) zur Verfügung. Im Duplex- und Super-Duplex-Bereich sind 1.4462 (Duplex 2205), 1.4410 (Super Duplex 2507) und 1.4501 (Super Duplex / Zeron 100) erhältlich. Als Nickelbasislegierungen bietet ATEC Inconel 600 (2.4816), Inconel 625 (2.4856), Inconel 718 (2.4668), Incoloy 800 (1.4876), Incoloy 800H (1.4958), Incoloy 825 (2.4858), Hastelloy C22 (2.4602), Hastelloy C276 (2.4819), Hastelloy C4 (2.4610), Alloy 59 (2.4605) sowie Monel 400 (2.4360). Im Titan-Bereich sind Grade 1 (3.7025), Grade 2 (3.7035), Grade 5 (3.7165), Grade 7 (3.7235) und Grade 12 (3.7105) verfügbar. Als Sonderwerkstoffe stehen Alloy 20 (2.4660), Zirconium 702 (3.7035), Zirconium 705 (3.7055) und Tantal zur Verfügung. Für Hochtemperaturanwendungen kommen hitzebeständige Edelstähle wie 1.4828 (309), 1.4841 (314), 1.4845 (310S) und 1.4762 (446) zum Einsatz. Da beim HVOF-Verfahren der Grundwerkstoff thermisch nicht beeinflusst wird, können alle genannten Werkstoffe ohne Einschränkung beschichtet werden – beim Einschmelzverfahren wird die Grundwerkstoffeignung individuell geprüft.