
Der Bodenablass-Kugelhahn Typ Ecoline ist die kosteneffiziente Standardvariante zu den Typen BL und BS. Er ist totraumminimiert, wodurch leichte Produktablagerungen im Gehäuse möglich sind.
Dank der schrägen Schaltwellen-Anordnung schließt die Kugel bündig mit dem Behälterboden, wodurch Ablagerungen auf der Kugel reduziert werden. Das angefederte Dichtungssystem unseres Behälterablass-Kugelhahn sorgt für eine lange Lebensdauer und eine zuverlässige Abdichtung, selbst bei Temperaturschwankungen und Verschleiß.
Technische Daten
Vorteile
ATEC Bodenablass Kugelhahn Typ_ecoline
Sumpfarm
Durch die schräg angeordnete Schaltwelle sowie Einschub des Kugelhahns in den Behälterblockflansch, schließt die Kugel bündig mit der Behälterinnenwand ab. Für einen nahtlosen, bündigen Anschluss, kann die Kontur des Kugelhahn- Einschubs an den Radius des Behälterbodens angepasst werden, um sogenannte Dreckecken zu reduzieren.
› Minimale Ansammlung von Produkt auf der Kugel
› Verbesserung der Durchmischung des Produktes in Rührwerksbehälter
› Verminderung von Auskristallisation und Zusammenbacken des Produktes
› Vermeidung von Probenverfälschungen
Angefedertes Dichtsystem
Die Anfederung bewirkt ein kontrolliertes Nachstellen der Dichtung bei Verschleiß, erhöht so die Standzeit der Armatur und sorgt für ein annähernd gleiches Drehmoment bei unterschiedlichen Temperaturen.
Bedingt durch unterschiedliche Wärmeausdehnung von metallischen Werkstoffen und den bevorzugt verwendeten Dichtschalen aus PTFE und ähnlichen Kunststoffen können die Drehmomente nicht angefederter Hähne so hoch werden, dass sie schlimmstenfalls blockieren und somit nicht mehr geöffnet oder geschlossen werden können
› Verlängerte Standzeit
› Gleiches Drehmoment bei unterschiedlichen Temperaturen
Schräg angeordnete Schaltwelle
Für eine problemlose Automatisierung des Kugelhahns sowie einfachen Isolation des Behälters, aufgrund des vom Behälter weiter entfernt liegenden Antriebsanschlusses.
› einfache Automatisierung
› einfache Isolation des Behälters
› Kugel schließt bündig mit Behälterinnenboden ab
Direkte Anflanschung
Der Kugelhahn wird direkt über Schrauben oder Stehbolzen am Behälterblockflansch montiert.
› direkte, einfache Montage des Kugelhahns an Behälterblockflansch
Unsere Typenauswahl
Bodenablass-Kugelhähne von ATEC stehen für eine sumpfarme und totraumfreie Konstruktion. Sie sind besonders für die Anwendung in den Bereichen Chemie, Pharma, Nahrungsmittel und Kosmetik geeignet.
FAQ
Der Typ Ecoline ist die kosteneffiziente Standardvariante in der ATEC Bodenablass-Baureihe und deckt Nennweiten von DN 50/25 bis DN 300/200 ab – die zweigeteilte Nennung (z. B. DN 100/80) bezeichnet dabei den Behälter-Anschlussdurchmesser und den Auslaufdurchmesser. Er ist für Drücke bis PN 10 bzw. PN 16 und Temperaturen von −20 °C bis +200 °C ausgelegt; höhere Drücke und Temperaturen sind auf Anfrage realisierbar. Im Unterschied zu Typ BL und Typ BS ist der Ecoline totraumminimiert statt vollständig totraumfrei – leichte Produktablagerungen im Gehäuse sind also konstruktionsbedingt möglich. Er eignet sich damit für Anwendungen, bei denen die Hygiene- und Reinheitsanforderungen nicht das höchste Niveau erfordern, aber dennoch ein sumpfarmer, zuverlässiger Bodenablass gefragt ist.
„Totraumminimiert“ bedeutet, dass die Toträume zwischen Kugel und Gehäuse gegenüber einem Standardkugelhahn deutlich reduziert, aber nicht vollständig eliminiert sind. In der Praxis heißt das: Der Ecoline ist geeignet für Medien, die nicht zum Aushärten, starken Auskristallisieren oder Zusammenbacken in kleinen Restmengen neigen. Für Gase, Flüssigkeiten, Emulsionen, Suspensionen, Sirup, Granulate, Pulver und Puder in Chemie, Pharma, Nahrungsmittel und Kosmetik ist er eine wirtschaftlich attraktive Lösung. Dank der schräg angeordneten Schaltwelle schließt die Kugel dennoch bündig mit der Behälterinnenwand ab – Ablagerungen auf der Kugel selbst und im Sumpf werden also zuverlässig minimiert. Für Medien, die absolut keine Produktreste tolerieren, empfiehlt ATEC die vollständig totraumfreien Typen BL oder BS.
Trotz seiner Positionierung als kosteneffiziente Standardvariante erfüllt der Typ Ecoline ein umfassendes Paket an Normen und Zulassungen. Die Dichtheit wird nach EN 12266-1 Leckrate A geprüft – dem höchsten Dichtheitsstandard für Industriearmaturen. Die Spindelpackung entspricht TA-Luft nach VDI 2440, was den Einsatz in emissionsrelevanten Prozessen ermöglicht. Die Bescheinigung der Nichtrelevanz nach ATEX/34/EU erlaubt den Betrieb in explosionsgefährdeten Bereichen. Dichtungswerkstoffe mit FDA-Konformität sowie nach EU-Verordnung 1935/2004 (Lebensmittelkontaktmaterialien) sind serienmäßig verbaut, was den Einsatz in Lebensmittel- und Pharmaprozessen erlaubt. Alle Bauteile werden im Abnahmeprüfzeugnis nach DIN EN 10204-3.1 dokumentiert. Die Anschlussmaße folgen DIN 28140/PN 10 und DIN 28117/PN 16, und alle medienberührenden Flächen weisen eine Oberflächenrauhigkeit von Ra < 0,8 µm auf.
Im Standard besteht der Typ Ecoline aus Gehäuse, Kugel, Flanschen und Druckringen aus 1.4404 (316L), Spiralfedern aus 1.4571 (316Ti) und einer Spindel aus dem korrosionsbeständigen Duplex-Stahl 1.4462 (Duplex 2205). Dichtsitze und Lager sind aus PTFE/GF mit FDA-Konformität gefertigt, O-Ringe aus Viton/FDA. Damit ist der Ecoline bereits im Standardumfang für Pharma- und Lebensmittelanwendungen ausgelegt.
Für chemisch anspruchsvollere Medien steht das gesamte ATEC-Werkstoffspektrum auf Anfrage zur Verfügung – von Duplex und Super Duplex über Nickelbasislegierungen (Hastelloy, Incoloy, Inconel, Monel, Alloy) und Titan bis hin zu Zirconium und Tantal (vollständige Liste mit EN-Nummern siehe Übersichtsseite). Alternativ sind auch PEEK-Dichtsysteme und metallisch dichtende Ausführungen erhältlich.
Obwohl der Typ Ecoline als Standardvariante positioniert ist, bietet ATEC auch hier ein breites Spektrum an Anpassungsoptionen. Behälterseitig erfolgt der Anschluss nach DIN 28140/PN 10 oder DIN 28117/PN 16; auslaufseitig stehen Flansch nach EN 1092-1, Schweißenden nach DIN 11850, Milchrohr nach DIN 11851 und Klemmstutzen nach DIN 32676 zur Wahl – Sonderanschlüsse nach Kundenwunsch eingeschlossen. Konstruktiv sind u. a. eine Scraperkante zum Schneiden zähflüssiger Produkte, eine gelagerte Kugel, doppelte Stopfbuchse, Heizmantel, Spülanschlüsse, verlängerte Schaltwelle sowie elektropolierte Oberflächen und öl-/fettfreie oder silikonfreie Ausführungen verfügbar. Die Eigenfertigung aus Schmiedematerial – statt aus gegossenem Material – sorgt für eine besonders homogene Gefügestruktur und hohe mechanische Belastbarkeit. Technisches Datenblatt und Betriebsanleitung sind auf www.atec-armaturen.de abrufbar.